Pressedienst 2019

Klaus-von-Klitzing-Preis 2019 für Tristan Alexander Becker

Universität Oldenburg und EWE Stiftung zeichnen engagierten Biologen aus Essen als „MINT-Lehrer des Jahres“ aus

Klaus von Klitzing Preis 2019 - Pressefoto
Pressefoto 2019

Oldenburg, 26. November 2019. Große Freude am Gymnasium an der Wolfskuh-le in Essen: Tristan Alexander Becker (34), Fachlehrer für Biologie, erhält den Klaus-von-Klitzing-Preis 2019. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung, die die EWE Stiftung in Kooperation mit der Universität Oldenburg seit fünfzehn Jah-ren vergibt, würdigt herausragendes Engagement in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Namensgeber und Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Dr. Klaus von Klitzing übergibt den Preis heute Abend im Rahmen einer Feierstunde in der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg. „Tristan Alexander Becker hat die Jury sowohl durch seine herausra-gende fachliche Qualifikation als auch durch seinen Teamgeist und seine über-durchschnittliche Einsatzbereitschaft auch außerhalb des regulären Unterrichts überzeugt“, begründet von Klitzing die Juryentscheidung. Mit seiner Arbeitsge-meinschaft „Grüne Wölfe“ und der nachhaltigen Schülerfirma „The Green Club“ sensibilisiere er Schülerinnen und Schüler für die Ursachen, Zusammenhänge und Wirkungen des Klimawandels, womit es ihm gelänge, das Thema sachorien-tiert in der gesamten Schülerschaft und weit darüber hinaus zu implementieren und auch wirtschaftliche Aspekte einzubeziehen.
Tristan Alexander Becker, der sich gegen 81 Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland durchsetzen konnte, hat seine Lehrtätigkeit immer weiter durch sein außerschulisches Engagement ergänzt und sich dadurch einen aus-gezeichneten Ruf erarbeitet.

„Mit Tristan Alexander Becker zeichnen wir einen Lehrer aus, dem es auf beein-druckende Weise gelingt, Schülerinnen und Schüler immer wieder neu für die Biologie, den Umwelt- und Klimaschutz zu begeistern. Dabei schlägt er die Brü-cke zwischen Fachdisziplinen – aber auch die zum Alltag seiner Schülerinnen und Schüler. Als Universität, die für Interdisziplinarität steht und sich dem for-schungsorientierten Lehren und Lernen verschrieben hat, freut uns das ganz besonders“, erklärt Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg.

Marion Rövekamp, Vorstandsvorsitzende der EWE Stiftung, ergänzt: „Mit dem Klitzing-Preis ist es gelungen, nachdrücklich auf die Bedeutung von Lehrerper-sönlichkeiten für die Bildungs- und Berufsbiografien unserer Kinder hinzuweisen. Gleichzeitig unterstreicht die Auszeichnung den Stellenwert von MINT-Disziplinen für unser Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftssystem. Mit der Wahl des Preisträgers wird in diesem Jahr zudem besonders dem Umwelt- und Klimaschutz Rechnung getragen. Das zeigt, dass es uns mit dem Preis gelingt, mit der Zeit zu gehen und relevante Themen aufzugreifen. Mit zwei Dritteln des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, das die EWE Stiftung seit 2005 zur Verfügung stellt, wird außerdem jährlich ein schulisches Projekt gefördert. Damit engagiert sich die EWE Stiftung nachhaltig und zielgerichtet für den natur-wissenschaftlich-technischen Unterricht und zeichnet Lehrerpersönlichkeiten aus, die nicht nur fachliche, sondern auch menschliche Vorbilder sind. Diese Komponente ist mir persönlich besonders wichtig.“

Der Jury gehören neben von Klitzing Vertreter der Universität Oldenburg, der EWE Stiftung sowie der Schulleiter der Graf-Anton-Günther-Schule, Wolfgang Schoedel, an, die auch gastgebende Schule für die Feierstunde ist. Klaus von Klitzing, der die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg verbrachte, ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts. Darüber hinaus ist er Jury-Mitglied des Wittgenstein-Preises, den die Österreichische Forschungsgemein-schaft vergibt. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. Die nach ihm benannte Von-Klitzing-Konstante beeinflusste wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung und die Präzisions-messtechnik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg.

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