Pressedienst 2015

17. November 2015

Klaus von Klitzing Preis

PRESSEINFORMATION

Klaus-von-Klitzing-Preis 2015 für Christian Lorey

Universität und EWE Stiftung zeichnen Würzburger als „MINT-Lehrer des Jahres“ aus

Oldenburg. Große Freude am Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg: Christian Lorey, Oberstudienrat für Chemie, Biologie und Natur & Technik, erhält den Klaus-von-Klitzing-Preis 2015. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung, die die Universität Oldenburg seit elf Jahren gemeinsam mit der EWE Stiftung vergibt, würdigt herausragendes Engagement in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Namensgeber und Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing übergibt den Preis heute Abend im Rahmen einer Feierstunde im Alten Gymnasium in Oldenburg. „Oberstudienrat Christian Lorey hat die Jury sowohl durch seine herausragende fachliche Qualifikation als auch durch sein soziales Engagement und seine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft überzeugt“, begründet von Klitzing die Juryentscheidung.
Christian Lorey (41), der sich unter 52 Bewerberinnen und Bewerbern aus ganz Deutschland durchsetzte, unterrichtet seit 13 Jahren am Friedrich-Koenig-Gymnasium (FKG). Im Jahr 2006 rief er ein besonderes Schülerlabor ins Leben, das „Naturwissenschaftliche Labor für Schüler am FKG e.V.“. Es umfasst ein Biologie- und Chemielabor, ein Laser- und Optiklabor, eine naturwissenschaftliche Bibliothek sowie seit 2009 die Hans-Haffner-Sternwarte im nahegelegenen Hettstadt. In den Experimental- und Forschungsräumen führen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die klassischen naturwissenschaftlichen Experimente durch, sondern sind durch mehrere Kooperationen mit der Universität Würzburg auch in aktuelle Forschung einbezogen. Durch eigenständiges Experimentieren nähern sie sich aktuellen Fragen der Biologie, Chemie, Physik und Astronomie. Beispielsweise untersuchen sie die Besonderheiten der Venusfliegenfalle Dionaea muscipula, einer fleischfressenden Pflanze. Im Rahmen des Astronomie-Forschungsprojekts „Helligkeitsschwankungen aktiver Galaxienkerne“ erzielten sie Messergebnisse, die demnächst sogar in einem renommierten Fachjournal veröffentlicht werden. Doch die Schülerinnen und Schüler nutzen das Labor nicht nur, sie halten es auch in Schuss. Sie betreuen weitestgehend eigenständig anspruchsvolle Laborgeräte und werden dabei von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Würzburg unterstützt. Darüber hinaus engagieren sich die Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Weise in der Organisation des Laborbetriebs – zum Beispiel bei der Ausarbeitung neuer Experimente, Inbetriebnahme neuer Laborgerätschaften oder bei Baumaßnahmen an der Sternwarte – und sind als Vorstände auch in die Leitung des Schülerlabors eingebunden. Pro Jahr experimentieren etwa 70 bis 80 Schülerinnen und Schüler – auch benachbarter Schulen – in Teamgrößen von 10 bis 16 Personen im Labor.
Das Engagement Loreys für das Schülerlabor ist ehrenamtlich, er betreut die Nachwuchsforscher neben seiner unterrichtlichen Verpflichtung an freien Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien. Außerdem wirbt er Gelder für das Labor ein und unterstützt die Anschaffung neuer Materialien – sogar mit eigenen Mitteln. Daneben ist Lorey Initiator und Koordinator der Naturwissenschaftlichen Schwerpunktklasse am FKG, einer Spezialklasse, in der interessierte und begabte SchülerInnen durch ein Zusatzprogramm in den MINT-Fächern speziell gefördert werden. Bei dem bundesweiten Wettbewerb „Schule trifft Wissenschaft“ der Robert-Bosch-Stiftung belegte er gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern in den Jahren 2009 und 2013 jeweils den zweiten Platz.
„Mit seinem außergewöhnlichen Schülerlabor weckt Oberstudienrat Lorey bei den Jugendlichen die Neugier für Naturwissenschaft und Technik – und bereitet damit vielen von ihnen sogar den Weg in ein entsprechendes Studium. Ein toller Erfolg, der uns als Universität mit einem Schwerpunkt im forschungsorientierten Lernen besonders freut“, betont Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg.
Matthias Brückmann, seit Oktober auch Vorstandsvorsitzender der EWE Stiftung, ergänzt: „Mit dem Klitzing-Preis ist es gelungen, auf die Bedeutung von Lehrerpersönlichkeiten für die Bildungs- und Berufsbiografien unserer Kinder sowie auf den Stellenwert der MINT-Disziplinen insgesamt in unserem Bildungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftssystem aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wird mit zwei Dritteln des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 15.000 Euro jährlich ein schulisches Projekt gefördert. Damit engagiert sich die EWE Stiftung nachhaltig und zielgerichtet für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht.“
Der Jury gehören neben von Klitzing VertreterInnen der Universität Oldenburg, der EWE Stiftung und der Karl Heinz Beckurts-Stiftung an. Klaus von Klitzing, der die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg verbrachte, ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts sowie des Entscheidungskuratoriums des Innovationspreises der Deutschen Wirtschaft. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. Die nach ihm benannte von-Klitzing-Konstante beeinflusste wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung und die Präzisionsmesstechnik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg.

Auf dem Foto (v.l.): Matthias Brückmann, Vorstandsvorsitzender der EWE-Stiftung, Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Nobelpreisträger und Namensgeber des Preises, Christian Lorey, Preisträger, Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität.

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Kontakt:

Dr. Stephanie Abke
EWE Stiftung
Tel. 04 41 – 4805-1660
stephanie.abke@ewe.de

ewe

Dr. Corinna Dahm-Brey
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Tel. 04 41 – 798 28 92
corinna.dahm@uni-oldenburg.de

uni

Pressedienst 2014

11. November 2014

Klaus von Klitzing Preis

PRESSEINFORMATION

Zehn Jahre Klaus-von-Klitzing-Preis:
Lehrer des Jahres im MINT-Bereich kommt aus Jülich

Werner Decker erhält Klaus-von-Klitzing-Preis 2014

Oldenburg. Werner Decker, Lehrer für Biologie und Chemie am Gymnasium Haus Overbach in Jülich – Barmen, ist „Lehrer des Jahres für naturwissenschaftliche Fächer“. Er erhält am heutigen Abend in Oldenburg den mit 15.000 Euro dotierten Klaus-von-Klitzing-Preis, den die Universität Oldenburg und die EWE Stiftung bereits zum zehnten Mal vergeben. Insgesamt lagen der Jury 37 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet vor.

Der Namensgeber des Preises, der Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, überreicht die Auszeichnung auch im zehnten Jahr persönlich. „Oberstudienrat Werner Decker hat in über 20-jährigem Engagement nicht nur Schülerinnen und Schüler für Umweltwissenschaften, Chemie und Biologie begeistert, sondern auch Nachwuchslehrkräfte motiviert, sich mit diesen Fächern über das normale Maß hinaus intensiv zu befassen“, begründet von Klitzing die Juryentscheidung.

Decker, dessen Bewerbung für den Preis eine ehemalige Schülerin und heutige Biologielehrerin eingereicht hat, ist seit 1985 Lehrer für Biologie und Chemie am Gymnasium Haus Overbach. Der Oberstudienrat ist Betreuungslehrer für den MINT-Bereich – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – und engagiert sich besonders für den wissenschaftlichen Austausch zwischen dem Gymnasium, Hochschulen und dem Forschungszentrum Jülich. So hat er zahlreiche Kooperationen ins Leben gerufen: WissenschaftlerInnen berichten regelmäßig im naturwissenschaftlichen Unterricht des Gymnasiums, jährlich unternehmen SchülerInnen Exkursionen ans Institut für Rohstoffgewinnung der RWTH Aachen oder an das Forschungszentrum Jülich. Zur 18. World Hydrogen Energy Conference 2010 in Essen entwickelte Decker ein Konzept für einen „Schüler-Lehrer-Tag“, das mehr als 300 SchülerInnen die Möglichkeit bot, an der Tagung teilzunehmen und mit WissenschaftlerInnen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit SchülerInnen und in Kooperation mit der Fachhochschule Aachen richtete er eine 38 Quadratmeter große Photovoltaikanlage ein. 2001 in Betrieb genommen, dient sie als Praxisbeispiel im Physik-, Chemie- und Technikunterricht und hat bislang über 50.000 Kilowattstunden Solarstrom produziert – so viel, wie eine vierköpfige Familie in zehn Jahren verbraucht. Mit einem außergewöhnlichen und mittlerweile auch durch die Initiative „Science On Stage“ im Bereich „Science Teacher of the Future“ preisgekrönten pädagogischen Konzept wartet Deckers „FIT-AG“ auf. „FIT“ steht für „Forschung-innerschulischer-Transfer“. Das Besondere: SchülerInnen der 5. Klassen werden beim Experimentieren von älteren SchülerInnen unterstützt und angeleitet. Innerhalb einer Unterrichtsstunde werden so mehrere Experimente in Kleingruppen durchgeführt, analysiert und protokolliert. Der Lehrer fungiert dabei als Moderator. Auf diese Weise erhalten die Fünftklässler früh einen Einblick in die Naturwissenschaften. Die älteren SchülerInnen wiederum greifen auf ihr naturwissenschaftliches Wissen zurück und erwerben zudem pädagogische und soziale Fähigkeiten.

Über die Jahre hinweg belegten Deckers SchülerInnen bei naturwissenschaftlichen Wettbewerben vordere Plätze und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Besonderes Augenmerk legt der Pädagoge dabei auf den Schülerwettbewerb „Jugend forscht“. So betreute er Schülergruppen, die auf Regional- und Landesebene erfolgreich waren. Seit 2001 engagiert sich Decker auch ehrenamtlich als Regionalwettbewerbsleiter für „Jugend forscht“ in Jülich. Seit 2013 hat Decker auch den Lehrernachwuchs im Blick und ist Mitinitiator eines Projekts zur Lehrernachwuchsförderung im MINT-Bereich am Gymnasium Haus Overbach. Mit Erfolg: Das Konzept wird von MINT-EC, Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V., als eines von bundesweit nur vier Schulprojekten gefördert.

„Schülerinnen und Schüler lassen sich vor allem dann für MINT-Fächer begeistern, wenn früh ihr Forschergeist geweckt wird. Hochengagierte Pädagogen wie Werner Decker sorgen dafür, dass der Funke überspringt und Schülerinnen und Schüler sich für ein MINT-Studium entscheiden. Ein ebenso gesellschaftlich wichtiger wie erfreulicher Umstand – gerade auch aus Sicht einer Universität, die eine starke Tradition in der Lehrerbildung hat und großen Wert auf forschungsorientiertes Lernen legt“, erklärte Prof. Dr. Gunilla Budde, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Oldenburg.

„Mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis werden seit nunmehr zehn Jahren Lehrkräfte ausgezeichnet, die es verstehen, ihre Schüler auf besondere und innovative Weise für den naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu begeistern. Gerade in den sogenannten MINT-Fächern ist es aktuellen Studien zufolge von zentraler Bedeutung, dass deren Inhalte forschungs- und praxisorientiert vermittelt werden“, sagte Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE Stiftung.
Mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis wolle die EWE Stiftung Lehrerpersönlichkeiten auszeichnen, die sich in diesem Bereich besonders verdient gemacht hätten. Zwei Drittel des Preisgeldes seien dabei für ein schulisches Projekt bestimmt, so dass auch die Schülerinnen und Schüler davon profitierten. Die EWE Stiftung engagiere sich seit ihrer Gründung im Jahr 2002 in vielfältiger Weise für die naturwissenschaftlich-technische Bildung, so Brinker.

Der Jury gehören neben von Klitzing Vertreter der Universität Oldenburg, der EWE Stiftung und der Karl Heinz Beckurts-Stiftung an. Klaus von Klitzing, der die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg verbrachte, ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts. Darüber hinaus ist er Jury-Mitglied des Wittgenstein-Preises, der durch die Österreichische Forschungsgemeinschaft vergeben wird. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. Die nach ihm benannte von-Klitzing-Konstante beeinflusste wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung und die Präzisionsmesstechnik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg. Auf dem Foto (v.l.): Dr. Brinker Vorstandsvorsizender EWE Stiftung, Rudolf Lehn Preisträger 2005, Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Werner Decker Preisträger 2014, Prof. Dr. Gunilla Budde Vizepräsidentin Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Dr. Brigitte Heink Preisträgerin 2006, Gisela Döbbeling Preisträgerin 2012, Kerstin Gleine Preisträgerin 2013, Dr. Dahlia Fischer Preisträgerin 2011, Erich Welschehold Preisträger 2009, Prof. Dr. Reto Weiler Rektor Hansewissenschaftskolleg Delmenhorst.

Auf dem Foto (v.l.): Dr. Werner Brinker Vorstandsvorsizender EWE Stiftung, Rudolf Lehn Preisträger 2005, Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Werner Decker Preisträger 2014, Prof. Dr. Gunilla Budde Vizepräsidentin Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Dr. Brigitte Heink Preisträgerin 2006, Gisela Döbbeling Preisträgerin 2012, Kerstin Gleine Preisträgerin 2013, Dr. Dahlia Fischer Preisträgerin 2011, Erich Welschehold Preisträger 2009, Prof. Dr. Reto Weiler Rektor Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst.

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Dr. Stephanie Abke
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Tel. 04 41 – 4805-1660
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Dr. Corinna Dahm-Brey
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
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Pressedienst 2013

22. Oktober 2013

Klaus von Klitzing Preis

PRESSEINFORMATION

Naturwissenschaften: Lehrerin des Jahres kommt aus Hamburg

Kerstin Gleine erhält Klaus-von-Klitzing-Preis 2013

Oldenburg. Kerstin Gleine, Lehrerin für Naturwissenschaften und Technik sowie Physik am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Hamburg, ist „Lehrerin des Jahres für naturwissenschaftliche Fächer”. Sie erhält am heutigen Abend in Oldenburg den mit 15.000 Euro dotierten Klaus- von-Klitzing-Preis, den die Universität Oldenburg und die EWE Stiftung zum neunten Mal vergeben. Insgesamt lagen der Jury 42 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet vor.

Der Namensgeber des Preises, der Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, überreicht die Auszeichnung persönlich. Mit Kerstin Gleine werde eine hoch engagierte und kreative Lehrkraft ausgezeichnet, die bei ihren Schülerinnen und Schülern von der ersten Unterrichtsstunde an die Begeisterung für MINT-Fächer geweckt habe. Sie besitze eine überragende fachliche und methodische Kompetenz, die sie ständig erweitere, begründet von Klitzing die Juryentscheidung.

Kerstin Gleine ist seit 24 Jahren Lehrerin für Physik, das Fach Naturwissenschaften und Technik sowie Spanisch. Seit drei Jahren unterrichtet sie am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Hamburg und ist dort MINT-Leiterin. Sie konzipierte und entwickelte für die Schule einen MINT-Zweig, der das forschende Lernen in den Mittelpunkt rückt und zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten und Denken animiert. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für die MINT-Fächer zu begeistern, um den künftigen Nachwuchskräften ein methodisches und vernetztes Fachwissen nahezubringen.

Die Pädagogin konzipierte fächerübergreifende Unterrichtskonzepte sowie Schulprojekte und strukturierte in Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen das MINT-Curriculum für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 neu. Sie rief die Forschungswerkstatt „MINT” sowie eine „Klima-” und eine „Robotik-AG” ins Leben. Gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern legte sie einen Lerngarten als naturwissenschaftliches Außenlabor an. Dort werden Themengebiete wie Pflanzen- und Insektenkunde, nachhaltige Ernährung, Wetterkunde oder die Technik erneuerbarer Energieerzeugung vermittelt. Sie initiierte und organisierte 2011 den 1. Schüler-MINT- Kongress ihrer Schule und koordiniert seitdem die jährliche Veranstaltung in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Gleine ist gut in die Wissenschaft und Forschung hinein vernetzt: Die „Robotik-AG” findet beispielsweise in Kooperation mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg statt. 2012 bot sie für Oberstufenschülerinnen eine „Summerschool Luftfahrt für Mädchen der MINT-Excellence-Center Schulen Deutschland” an, an der sich neben Hamburger Hochschulen auch Airbus, Lufthansa Technik und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligten. Unter ihrer Federführung wurde das Friedrich-Ebert-Gymnasium als „MINT-Excellence-Schule” (MINT-EC) ausgezeichnet und als Umweltschule „Internationale Agenda-21 Schule” zertifiziert.
Die Softskills ihrer Schülerinnen und Schüler zu stärken, Kompetenzen in Projektmanagement, Teamarbeit und Präsentationstechnik zu trainieren und Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern – auch das ist ihr ein besonderes Anliegen. Und Gleine hat damit Erfolg: Ihre Schülerinnen und Schüler belegten Spitzenplätze beim Daniel Düsentrieb Technik-Wettbewerb für Schulen des Landes Hamburg und beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht”.
Gleine, die regelmäßig Fördergelder für ihre Projekte akquiriert, ist Fachreferentin für Technik des MINT-Referats im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung sowie Landesbeauftragte für das Land Hamburg zur Förderung der Schulgartenarbeit.

„Lehrerinnen wie Kerstin Gleine zeigen, dass forschungsorientiertes Lernen im Unterricht unabdingbar für die Motivation der Schülerinnen und Schüler ist. Wenn wir es ernst damit meinen, mehr junge Menschen für ein MINT-Studium begeistern zu wollen, müssen wir gerade diese Unterrichtsform stärken”, erklärte Prof. Dr. Babette Simon, Präsidentin der Universität Oldenburg.

„Mit dem Klaus-von-Klitzing-Preis werden Lehrkräfte ausgezeichnet, die es verstehen, ihre Schüler auf besondere und innovative Weise für den naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu faszinieren. Gerade in den sogenannten MINT-Fächern ist es aktuellen Studien zufolge von zentraler Bedeutung, dass Inhalte stärker forschungs- und praxisorientiert vermittelt werden. Deshalb engagiert sich die EWE Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2002 in diesem Bereich”, sagte Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE Stiftung.

Der Jury gehören neben von Klitzing Vertreter der Universität Oldenburg, der EWE Stiftung und der Karl Heinz Beckurts-Stiftung an. Klaus von Klitzing, der die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg verbrachte, ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts. Darüber hinaus ist sie Mitglied der Entscheidungskuratorien zur Vergabe des Bayer Climate Award, des Innovationspreises der deutschen Wirtschaft sowie des Wittgenstein-Preises. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. Die nach ihm benannte von- Klitzing-Konstante beeinflusste wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung und die Präzisionsmesstechnik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg.

Auf dem Foto (v.l.): Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon, Preisträgerin Kerstin Gleine, Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Dr. Stephanie Abke, Geschäftsstellenleiterin EWE Stiftung.

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Dr. Stephanie Abke
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Tel. 04 41 – 4805-1660
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